Unsere Prinzipien


Wir, als eine Verbindung, verstehen uns nicht nur als Netzwerk, sondern sind auch eine Wertegemeinschaft. Als solche haben wir für uns Vorsätze zusammengestellt, hinter denen wir stehen können und nach denen wir unser Leben, sofern dies möglich ist, ausrichten wollen.

Gemeinschaft und Freundschaft

oder wie es auf Latein heißt: "Amicitia"

Neben der Arbeit darf natürlich das Vergnügen nicht zu kurz kommen. Miteinander feiern, zusammen ins Kino gehen, hier und da gemeinsam ein Fest besuchen, auch wenn's eigentlich gar keinen Anlass gibt, gehört mit zum Verbindungsleben.
Am schönsten ist es mit Freunden, die auch dann noch da sind, wenn es einmal wirklich keinen Grund zum Feiern gibt.
Denn "Verbindung" ist nicht nur ein Club, sondern von einem besonderen Freundschaftsverhältnis der Mitglieder untereinander getragen.

Weiterbildung

auf Latein: "Scientia"

Wir sind eine Vereinigung von Mittelschülern und Absolventen. Wir halten ein gewissenhaftes Studium für unerlässlich, glauben aber, dass es nicht nur notwendig, sondern auch interessant ist, sich auch außerhalb der Schule weiterzubilden. Sei es durch Vorträge, Diskussionsabende oder Seminare. Ein möglichst umfassendes Wissen und die Aneignung von Kompetenzen kann nur von Vorteil sein. Denn um in der Welt von morgen erfolgreich zu sein, herauszustechen und sie mitzugestalten, benötigt man Engagement, Teamgeist, Organisationstalent, Begeisterungsfähigkeit und erweiterte Qualifikationen, die man in der Verbindung erwerben kann.

Heimat

Wir nennen dieses Prinzip: "Patria"

Wir sind daran interessiert, was rund um uns herum passiert und wir wollen das politische, wirtschaftliche und soziale Leben in Vorarlberg, in Österreich und im zusammenwachsenden Europa nicht nur als passive Beobachter zur Kenntnis nehmen, sondern auch aktiv unsere Meinung sagen, mitreden und mitgestalten - nach unseren Möglichkeiten. Wir stehen für eine demokratische Gesellschaft und lehnen jede Form von Extremismus ab.

Religion 

Wir sind eine katholische Verbindung.
Als solche bekennen wir uns zu christlichen Grundsätzen und ihrer Umsetzung innerhalb und außerhalb der Verbindung. Wir sind überzeugt, dass hinter jedem menschlichen Handeln ethische Richtlinien stehen müssen und uns das Christentum einen guten Wertekatalog anbietet.

Obwohl wir grundsätzlich katholisch ausgerichtet sind, nehmen wir auch Christen anderer Konfessionen auf. Nichts ist interessanter, wie eine auf hohem Niveau geführte Diskussion über verschiedene Auslegungen des Glaubens. So aufregend das auch sein kann, wir sind der Überzeugung: Unser Gott ist der Gleiche, egal welche Form des spirituellen Lebens jemand praktiziert, sofern er sich mit der christlichen Soziallehre identifizieren kann, ist er bei uns willkommen. Dieses Prinzip heißt bei uns "Religio".

Was bringt die Verbindung?

Couleurstudenten können schon früh viele Qualitäten erwerben, die sich andere vielleicht nicht so einfach oder nicht in dieser Form aneignen können, die aber im Leben sehr hilfreich und wertvoll sind.
  • Umfassende Bildung.

    Was du in der Schule lernst, ist Fachwissen in weiten Bereichen. Der Unterricht kann aber nicht alles abdecken, was du für deinen weiteren Weg brauchen wirst. Schülern - und gerade auch "Nicht-mehr-Schülern" - bietet die Verbindung die Möglichkeit, auch Themen zu diskutieren, die in der Schule unter den Tisch fallen. Die Verbindungen haben regelmäßig Veranstaltungen im Programm, die sich mit interessanten Fragen beschäftigen und bei denen du die Chance hast deinen Horizont zu erweitern.
  • Führungsqualitäten.

    Als Schüler bist du schon sehr früh gefordert, Verantwortung zu übernehmen, wenn du etwa zum "Senior" (Obmann), "Consenior" (Obmann-Stellvertreter) oder in eine andere Funktion gewählt wirst. Du wirst bald merken, dass es gar nicht so leicht ist, einem Verein vorzustehen. Trotzdem ist es eine spannende Sache, die Herausforderung anzunehmen. Denn ein gelungenes Semester entschädigt für so manche Enttäuschung (das wird's immer geben) - und stärkt nicht zuletzt das Selbstbewusstsein!
  • Teamwork.

    So wichtig es ist, führen zu können, so wichtig ist es auch, im Team arbeiten zu können. In den seltensten Fällen wird es möglich sein, als Einzelkämpfer eine gute Gesamtleistung zu erbringen. Am Ende wirst du ausgelaugt und deine Mitarbeiter frustriert sein. Geteiltes Leid ist halbes Leid, aber geteilter Erfolg ist doppelter Erfolg!
  • Management.

    Das "Chargenkabinett" (das ist das Leitungsorgan einer Verbindung) wird jeweils auf ein Semester gewählt. Es hat vor allem die Aufgabe, ein möglichst abwechslungsreiches Semesterprogramm aufzustellen um viele Interessenten anzulocken (schließlich sollen die von dir angebotenen Veranstaltungen besucht werden).
    Das zu organisieren und auf Probleme während des Semesters zu reagieren kann zwar schwierig sein, aber etwas selbst auf die Beine zu stellen, ist noch lohnender als nur zu konsumieren!
  • Persönlichkeitsbildung.

    Unsere Verbindungen sind "basisdemokratisch" organisiert. Regelmäßig finden "Konvente" statt, bei denen die Mitglieder ihre Meinungen austauschen und Beschlüsse fassen. Es liegt an dir, deine Argumente vorzubringen und deine Meinung nach Möglichkeit durchzusetzen und so die Verbindung aktiv mit zu gestalten. Trau dich, deine Meinung "vor versammelter Mannschaft" zu sagen und zu ihr zu stehen! Vertraue dir selbst!
  • Kontakte.

    In der Verbindung wirst du auf viele verschiedene Persönlichkeiten treffen, wo einer vom anderen lernen und jeder jedem etwas geben kann. Darüber hinaus kannst du dich Kartellgeschwistern in ganz Vorarlberg und ganz Österreich verbunden wissen.

    Als Couleurstudent eröffnet sich dir ein breites Betätigungsfeld mit vielfältigen Möglichkeiten. Wenn auch du aktiv werden möchtest, bist du herzlich willkommen! 

Was macht man in einer Verbindung?

Ein Blick ins Semesterprogramm kann diese Frage zu einem guten Teil schon beantworten. Darin finden sich etwa gesellige Veranstaltungen ("Kneipen", Parties ...), Themenabende (Diskussionen, Vorträge - "Wissenschaftliche Abende"), Ausflüge, Exkursionen und und und ...

Organisiert und getragen wird der Verbindungsbetrieb im Wesentlichen von den "Aktiven", das heißt, von Schülern. Einer Verbindung tritt man als Mittelschüler bei und hat die Möglichkeit, die Verbindung aktiv mitzugestalten, vor allem als "Charge" (so nennen wir die Mitglieder des Vereinsvorstands).

Nach der Matura tritt man von der "Aktivitas" in die "Alt-Clunia" über. Das bedeutet allerdings nicht, dass man als Alt-Clunier nicht mehr am Verbindungsleben mitwirken könnte - im Gegenteil! Lediglich die Aufgabe ist eine andere: nämlich die Unterstützung und Beratung der "neuen Aktiven".

Verbindungsmitglied ("Bundesbruder" bzw. "Bundesschwester") bleibt man grundsätzlich ein Leben lang und ist so Teil einer generationenübergreifenden Gemeinschaft, in der Alt und Jung voneinander profitieren können.